Die Seele kann den Körper krank machen - davon gingen die Menschen schon vor mehreren Jahrtausenden aus. Doch es dauerte bis weit ins 20. Jahrhundert, bis sich die Medizin wieder auf das Zusammenspiel zwischen Seele und Körper besann und die Psychosomatik als eigenes Fachgebiet Fuß fasste.

Entstehung der Psychosomatik

Körper und Seele sind untrennbar miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. So kann die Seele maßgeblich am Entstehen körperlicher Leiden beteiligt sein, für die sich keine organische Ursache finden lässt. Davon war schon in der Antike der Arzt Hippokrates (etwa 460-370 vor Christus) überzeugt. So stammt der Begriff "psychosomatisch" auch aus dem Griechischen: "Psyche" bedeutet Seele, Atem, Hauch, "soma" ist der Körper.

Psychosomatische Erkrankungen

Es gibt viele psychosomatische Erkrankungen. Die Suche nach organischen Störungen steht am Anfang. Können sie ausgeschlossen werden, kann eine psychosomatische Erkrankung vorliegen. Einige der häufigsten stelle ich Ihnen vor.

Herz-Angst-Neurose

Wie sehr das Herz auf Gefühle, Stress und Ängste reagiert, hat bestimmt jeder schon einmal an sich selbst beobachtet. Die Erfahrung, dass das Herz schneller schlägt, wenn es bei körperlicher Anstrengung mithalten muss, wenn es auf große Angst oder auf freudige Erregung reagiert, ist ganz normal. Doch fängt das Herz an zu stolpern, zu rasen, auszusetzen oder ungleichmäßig zu schlagen, ist Hilfe gefragt.

Häufige Ursachen für Herz-Angst-Neurosen sind Stress, heftige Emotionen wie Wut oder Angst oder nicht verarbeitete Konflikte. Hier setzt die psychosomatische Energetik ein.

Tin­ni­tus kann zu De­pres­sio­nen füh­ren

Klingeln, Rauschen, Pfeifen im Ohr - Tinnitus ist eine Erkrankung, die fast ein Viertel der Bevölkerung betrifft. Bei den meisten verschwinden die Störgeräusche nach kurzer Zeit wieder. Doch wenn sie bleiben, führen sie zu erheblichen Einschränkungen - Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsstörungen, Angstzuständen und mehr.

Schwer zu verdauen - Reizdarm

Verstopfungen, Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen machen früher oder später jedem einmal zu schaffen. Doch wenn die Beschwerden über mehrere Monate anhalten, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Funktion des Verdauungstrakts gestört ist.

Die Entwicklung dieses Syndroms wird durch bestimmte Umstände psychischer Art gefördert.

Schmerzerkrankungen

Bei Schmerzen, die keine erkennbare organische Ursache haben, sondern durch eine seelische Belastung ausgelöst werden, kommt es oft zu einem Teufelskreis: Der Schmerz selbst kann wiederum psychische Probleme nach sich ziehen.

Fibromyalgie

Steifheitsgefühle und Schmerzen in mehreren Körperteilen sind die Hauptbeschwerden.

Vermutlich sind es mehrere Faktoren, die die Erkrankung begünstigen: psychische und/oder körperliche Überlastung, Stress und kritische

Lebensereignisse.

Kein fester Boden unter den Füßen - Schwankschwindel

Der Schwindelanfall kommt ohne Vorwarnung, der Gang wird unsicher, beim Stehen beginnt der Körper plötzlich zu schwanken. Die Ursachen für Schwindel können sehr vielfältig sein. Organische Ursachen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Epilepsie und anderes müssen also abgeklärt werden. Ergeben diese Untersuchungen keinen krankhaften Befund, kann psychosozialer Stress die Ursache sein.

Zu viel, zu wenig - Essstörungen

Bei allen Erscheinungsformen sind Verhaltensstörungen, bei denen sich die Betroffenen ständig gedanklich und emotional mit dem Essen beschäftigen, meist psychische & familiäre Probleme die Ursache.

Quelle: Martina Frietsch

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